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Cuba Missouri - Pressestimmen

Intro, 08/07

„Es liegt mir aber fern, den Männern aus Münster und Osnabrück Anachronismus zu unterstellen, denn ihr Rock kann von episch bis rotzig und von laut bis leise noch einiges mehr und hat an ein paar Stellen sogar noch nette Elektroniksprengsel zu bieten. Ohne Zweifel, ‚Things…’ ist ein feines Indie Album“

Spex, 05-06/07

„Alle zehn Songs eint, dass sie unvorhersehbaren Entfaltungsbögen folgen, es gibt anschwellende Moll-Stimmungen, die in detonierenden Noise-Gewittern aufgehen, es gibt Momente der Rückkopplungen an Stelle von Breaks, es gibt Walls of Sound, überraschende Harmonien, es gibt Innehalten – Ausgangspunkt von echter Dynamik – und vor allem immer wieder: Zeit. Eine regelrechte Vielfalt, mitreißend.“

Musikexpress, 06/07

“Ein Wahnsinn, was die musikalisch da veranstalten, dieser vier Typen aus Osnabrück und Münster. Zusammengebasteltes Zeugs aus Indie-, Post-, Kraut-, Noise-, Breitwand und, äh, Psychedelic-Rock lässt Kinnladen herunterklappen und Münder staunend offen stehen beziehungsweise anerkennende Sachen sagen”
“3 1/2 von 4 Sterne”

Eclipsed (Extra), 06/07

“Zwischen zwei und geschlagenen neun Minuten währen die Songs, die nicht Pop und nicht Rock sind, sondern genial genau dazwischen liegen und somit dem Mainstream jederzeit ein Schnippchen schlagen.”
“7 von 10 Punkten”

Visions, 06/07

„Ein warmes, dunkles Plätzchen für Melancholie oder Ekstase ist „Things I Wish I Had Not Called Just Things”. Ein Album, das sich losreißt, wenn es sich in Lethargie verfängt, und umgekehrt.“
„8 von 12 Punkten“

Unclesally*s, 06/07

„Melancholisch, aber nicht jammerlappig, breitwandig ohne pompös zu sein, werden hier stilsicher die Gefahren allzu großer Gesten unschifft. Cuba Missouri bleiben ein wärmender Trostspender in tosender See. 6 Punkte“

Amm – All My Music, 06/07

„Wenn Kurt Ebelhäuser nicht mit Blackmail oder Scumbucket musiziert, scheint er im Studio zu leben, wo ständig neue Bands vorbeischauen, um von ihm einen tadellosen Indiesound verpasst zu bekommen. So (oder ähnlich) geschehen bei Cuba Missouri. Die aus Münster und Osnabrück stammenden Musiker lieben das Getragene und Traurige auf der einen und das Eruptive des Rock auf der anderen Seite. Wobei der Verzerrer an der Gitarre nur sehr selten eingeschaltet wird. Aber das wenige Laute wechselt sich geschickt mit dem vielen Leisen ab. Eine feine zweite Platte ist das geworden.“

Westzeit 05/07

„Mit ihrer zweiten Scheibe sind CM deutlich poppiger, aber noch ein gutes Stück von Massenkommerz entfernt. 3 Punkten“

Rolling Stone, 04/2006

“Ziemlich deutsch: Lust am Leid, Spaß an der Dekonstruktion
Damen und Herren, schließen Sie bitte die Vorhänge, denken Sie nicht mal im Traum an künstliche Stimmungsaufheller und genießen Sie den rasanten Absturz ins Abgründige. Herrje, sollen diese zehn Songs aus Münster wirklich als „Glückbringer“ für 2006 den Ton angeben? Dann Gute Nacht, Angela.
Die drei Novizen aus der Provinz präsentieren auf ihrem Debütalbum 40 Minuten lang die „german angst“ pur. Langsame und oft depressiv dröhnende Runterzieher, die zart keimenden Optimisumus mit einem hermetischen Mehltau aus Frust und lähmender Perspektivlosigkeit ersticken. Den empfindsameren Analysten des Binnenklimas sollte so ein Sound besser nicht zugänglich gemacht werden. Das mußte man schon nach den EPs „My Favourite Bad Idea“ (2004) und „Three Tracks“ (2005) wissen. Die Lust am Leid lauert aber dafür in fast jedem Track des Trios aus Westfalen. In liebevoll gestalteten Ton-Gemälden klingen Electronica, Indierock und Pop, Opulenz und Minimalismus, Harmonie und Dekonstruktion, zarte Akustikgitarren und bratzendes Donnerwetter, feiner Gesang und fies verzerrte Vocals friedlich nebeneinander, na, zumeist. The Notwist, Sonic Youth, Eels oder Sebadoh wehren sich auf vergleichbare Weise gegen die Verschubladung. Ingo Drescher (voc, g), Georg Holtz (bs) und Roland Peiler (dr, p) haben jedoch auch das Talent zur echten Emocore-Hymne, die große Live-Arenen erhellen kann. Das beweist „Dawn“, mitreißendes Highlight dieses von Kurt Ebelhäuser (Blackmail) produzierten Werks. „Wake up before the sun must rise“, croont Drescher zur Orgel im Stile eines Thom Yorke, perfekt sortiert stzen Piano, Elektrische, Baß und Schlagzeug ein. Diese melancholische Nummernfolge balanciert waghalsig im düsteren Niemandsland zwischen Wachheit und Schlaf. Unklar bleibt zum Glück: Geht die Sonne wirklich endgültig unter – oder doch noch auf?”
(Rüdiger Knopf)

Visions, 03/2006

„Nachtmusik für Tagaktive. Fein, wenn man den berühmtesten Ebelhäuser Deutschlands zum Freund und Produzenten hat. Nachbarschaftshilfe, artgerecht.
Wenn sich ab sofort jede Band nach ihrer Herkunft benennen müsste, hießen Cuba Missouri jetzt Münster Osnabrück. Es ist schön, dass sich ab sofort nicht jede Band nach ihrer Herkunft benennen muss. Auch wenn der Name Cuba Missouri ein „Synonym für die tiefste Provinz und damit ironische Hommage an die Hinterland-Herkunft der drei Protagonisten“ sein soll (sagt das Presseinformationsanschreiben) – irgendwann ist auch mal Schluss mit Synonymen und Hommagen. „This Year’s Lucky Charms“ kommt ja auch sonst ohne Ironie und flapsigen Selbstspott aus. Darf man ein Album, erst recht das erste einer jungen Band, „ernst“ nennen, wenn man es dem Leser in Herznähe legen möchte? Versuchen wir es lieber so: Wäre das hier ein Buch, dann die Schnittmengenlehre mit den Kapiteln „Indie“ (an dieser Stelle bleibt das Fass zu), „Moll“ und „Drone“. Wenn Cuba Missouri gerade nicht testen, was passiert, wenn Dunkel auf Dunkler auf Nochdunkler trifft, vibriert und dröhnt und brummt es llerliebst. Noch eine Stufe hinab genommen auf der nach unten weiß Gott nicht geschlossenen Melancholie-Skala. Der nächste Schritt ist der letzte, dann lugt Freund Pathos ums Eck, versprochen. Aber Cuba Missouri sperren ihn aus, und das ist schon ein kleines Wunder, an das man bitte denken möchte, wenn demnächst einer sagt: „Ja, ganz schön, aber deutsche Buben sollten halt nicht englisch singen. Das hört man, und das liest man.“ Geht’s bei Blackmail um die Texte, hat man Weilheim am Versmaß gemessen? „A Good Place To Hide“ heißt der letzte Song, und er kommt mit nicht mal 40 Wörtern aus. Verstecken hinter Tönen, darum geht es. Vielleicht doch das bisschen Ironie am Schluss. Und der Ort zum Vorerst-nicht-mehr-rauskriechen: wirklich ein guter.“
(Dennis Plauk, 8 Punkte)

Intro, 03/2006

„Cuba Missouri ist ein verschlafenes Kaff im mittleren Westen der USA. Der Bandname steht für hinterländliche Abgeschiedenheit, die das Trio aus Münster und Osnabrück anscheinend nur zu gut kennt. Nicht dass man diesen Städten jegliches urbane Treiben absprechen wollte, als Geburtsstätte für den nächsten heißen Shit sind sie jedenfalls eher seltener im Gespräch. “Provinz” passt da schon besser. Doch genau an solchen Orten, fernab vom überzogenen Großstadt-Firlefanz, entstehen oft wundersame Dinge. Wie bei Cuba Missouri, die mit ihrem Erstling einen Blick vom Außenposten auf das Weltgeschehen werfen. Entfernt von Alltags-Hektik und Bluthochdruck-Mentalität und ebenso weit weg vom nächsten New-Wave-Disco-Punk-Hype. Hier ticken die Uhren etwas langsamer, allerdings auch eigenständiger, autarker. Die Songs leben von kontinuierlichen Spannungsbögen, die anscheinend einzig und allein auf den noisigen Ausbruch hinarbeiten, dann aber doch in einem reduzierten, eingängigen Part enden. Es bleibt unvorhersehbar und experimentierfreudig. Cuba Missouri haben keine Scheu, Latin-Rhythmen, jazzige Akkorde und melancholische Gesangslinien zu verquicken, die dann mit Mogwai’schen Feedback-Doom-Riffs in den Zwischenparts kollidieren. Frühe Notwist schimmern durch, zutiefst traurige Franz-Schubert-Piano-Akkorde stehen gegen satte Pumpkins-Gitarrenwände. Herzerweichend warme Melodiebögen bieten der kalten Welt da draußen die Stirn. Blackmails Kurt Ebelhäuser schafft als Produzent in den ekstatischen Passagen genau so viel Raum für Zwischentöne, wie er den ruhigen, teils Electronica-lastigen Songstrukturen den nötigen Platz für maximale Entfaltung lässt. “Get me out of here”, heißt es im Opener. Wo soll es denn hingehen? Wenn solche Platten dabei entstehen, kann man nur hoffen, dass die drei da bleiben, wo sie sind – in Münster-Rock-City.“

Ox, 12/05-01/06

“Mit dem Abwandern von THE NOTWIST ins Indietronika-Lager ist im Indierock-Land der Platz auf dem Thron vakant geworden, der bis heute komischerweise von niemandem beansprucht worden ist. CUBA MISSOURI aus Münster zeigen mit ihrer zweiten EP, dass sie schon einmal die Hand heben und machen Hunger auf ihr im Frühjahr erscheinendes Album. Die beiden ersten Tracks versprühen genau die spröde , fließende Intensität, wie man sie von „Torture day“ und anderen Songs der Weilheimer kennt. Und wenn der lärmende Ausbruch bei „Away“ à la MOTORPSYCHO die 70er zitiert, dann machen sie wirklich alles richtig. Als Rauswerfer dieser viel zu kurzen CD dann noch ein zurückgenommenes „Heroes“. Mehr! Und wo bleibt denn endlich der Münster-Hype?“
(Christian Maiwald)

Musikexpress, 01/06

“Gemein, wenn der Presseinfoschreiber den Satz erfunden hat, den der Rezensionsschreiber eigentlich hätte erfinden wollen. Der Satz geht so: „Indierock zwischen Geräuschgewitter, Klangcollagen und Dreiminutenpop. Oder andersrum.“ Da kann man richtig neidisch werden, weil „Three Tracks“ (www.makemydayrecords.de) von Cuba Missouri genau so ist. Ein Trio aus, ähem, Münster und Osnabrück, das die besten Eigenschaften von The Notwist, Sonic Youth und – sagen wir mal – Dinosaur Jr. (auf Valium) synthetisiert und eigene Songs packt. Dazu gibt´s: eine ultralangsame Heavy-Doom-Version von David Bowies eigentlich unantastbarem „Heroes“.”
(Albert Koch)

 

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