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Surrounded - Pressestimmen

INTRO 02/2007

Immer eine gute Idee: Sich bemühen, Popmusik spannender zu machen. Mehr zu haben als die sprichwörtliche Summe der einzelnen Teile, mehr als den verlorenen Typen mit der Akustikgitarre. Man könnte ja was am Sound machen, etwas opulenter, ein bisschen surreal, künstlerisch, natürlich in einem subtilen Rahmen. So wie Mercury Rev oder die Flaming Lips oder Sparklehorse. All die haben so ja zu ihrer ureigenen Stilart gefunden, die sie ohne große Einschränkungen noch bis heute bespielen. Surrounded sind da ganz ähnlich. Sie schicken ihren Pop einmal durch die große Effektmaschine, nutzen hier dumpfe Verfremdung für den Gesang, dort ein Geigenmeer, dann wieder nicht wirklich handelsübliche Synthies. Trotzdem bleiben sie näher am Song als ihre Vorbilder, sind nicht ganz so radikal, nicht ganz so theatralisch. Besonders der Gesang ist fast schon zerbrechlich zurückhaltend, näher an Mark Linkous als an Wayne Coyne. Ihnen das aber als Mutlosigkeit auszulegen, wäre unpassend. Aber so werden Surrounded eben nicht zu der nächsten großen Referenz, sondern bleiben eine der Nachfolgebands. Schön ist ihr Album aber trotzdem.
Christian Steinbrink

Visions 04/2007

Was Naked Lunch für Österreich, sind Surrounded für Schweden: die schönsten Transzendental-Trauerklöße der regionalen Indie-Popmusik.
Sie haben sich vier Jahre Zeit gelassen vom ersten zum zweiten Album, und das hört man: Musik von dieser instrumentalen Leichtigkeit und zugleich melancholischen Tiefe braucht eben viel Zeit, um zu wachsen. Leichtes Schlagwerk, dezent gezupfte oder auch mal breit angelegte Gitarren und allerlei Instrumente, die weite Flächen und offene Strukturen generieren, untermalen eine Stimme, die wirkt, als erzähle sie von endlosen Nächten unter freiem Sternenhimmel. Man fühlt sich beim Hören an Mercury Revs raumgreifende Großtaten erinnert, aber auch an die ulkigen Klangkaskaden der Flaming Lips oder das spröde Indietum von Sparklehorse. Verglichen mit dem Debüt wird’s weniger laut und unkontrolliert – zumeist regiert eher eine leicht verhuscht wirkende Schönheit im Arrangement. Komplettiert mit einem wirklich stimmigen, dezent nach Wohnzimmer klingenden Sound, ist diese Platte allen zu empfehlen, die berückend anheimelnde Musik zwischen South und South San Gabriel, zwischen dEUS und Son, Ambulance mögen. Und damit ist sie für alle Melancholiker der härteste Konkurrent des Monats für die nicht minder schöne Washington-Platte.

Eclipsed 04/2007

Die Band aus Schweden legt mit ihrer maritimen Rockoper „The Nautilus Years“ ihr zeites Album vor. Der Geist amerikanischer Wierdo-Acts durchweht die elf Songs, man denkt an Grandaddy, an die Flaming Lips, an Mercury Rev, denn auch Surrounded setzen auf spacigen Experimentalrock, aus dessen sphärischer Erhabenheit unerwartet immer wieder wunderschöne Melodien kriechen. Neben zahlreichen Synthesizern und Gitarren kommen dabei auch Oboe, Cello und Mellotron zum Einsatz und der Gesang wirkt stets wie durchs Megaphon gejagt und dennoch unheimlich präsent. Das Album glänzt vor allem aufgrund seiner harmonischen Momente, so etwa in der zerbrechlichen Pianoballade „The Oceanographer“, die bei aller Schönheit klingt, als kämen ihre Vocals von einem anderen Planeten, und die nicht von ungefähr an Grandaddys Song über Roboter Jed erinnert. 7/10

Ox-Fanzine 04-05/2007

„Bei den Schweden, die sich hier quasi als Emo- Version vom LAMBCHOP oder den FLAMING LIPS präsentieren, hängen die emotionalen, Gewitterwolken recht tief, was aber durchaus gut zum spacigen, orchestral arrangierten Dreampop der aktuellen Platte passt, der ebenfalls Einflüsse von Neil Young bis SEBADOH oder BUILT TO SPILL ausweist“

Uncle Sally*s 04/2007

„’Nautilus Years`ist eine Reise 20.000 Meilen weit weg, ein nett anzuhörender Soundtrack zum Abruchsversuch, voll gepackt mit Träumereien und Sehnsüchten, eskapistischer Romantik und ungenierter Gefühlsduselifkeit. ‚A rainbow found your eyes/ Your underwater skeis’ 6 Punkte“

 

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