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Soulmate - Pressestimmen

Visions, 02/2004

“Vom Provinz-Emo zum Alternative Rock internationaler Güte: Soulmate haben mit “Revolving” einen Riesenschritt nach vorne gemacht. So richtig schlecht waren die bisherigen Platten der Nordlichter ja nun nicht. “In Summerstreets” brachte vor knapp vier Jahren sogar ein paar hübsche PfeifMelodien mit, von denen man sich immer mal gerne durch den Tag begleiten ließ. Wäre da nur nicht dieser unerklärliche Beigeschmack einer Nachwuchscombo gewesen, bei dem man unweigerlich an ein sparlich besuchtes Jugendzentrum mit Soulmate auf der Bühne denken musste. Über ein Jahrzehnt lang musizieren die sechs nun schon zusammen und ernteten größere Beachtung höchstens mal jm Vorprogramm von Bands wje Jimmy Eat World oder Ash. Das konnte jetzt endlich vorbei sein, denn Soulmate haben ordentlich Schwung geholt und setzen mit “Revolving” zum Sprung aus dem Underground an. Nicht nur dank Peter Melchers, dessen unverwechselbare Stimme irgendwo zwischen Brian Molko (Placebo) und Roddy Woomble (Idlewild) kraht, sondern auch dank knackiger Liedchen, die oft druckvoll wie in “Shining Star” oder “Occupy My Mind” tönen, aber auch mal tieftraurig wie “Meccano” ader verträumt wie “Everything’s In Place”. Und wenn man die Platte schon am Ende wähnt, wird man van “Safety umgeblasen, der stärksten Nummer des ganzen Albums. Hut ab vor diesen Spätstartern.”
(Armin Linder, 9 Punkte)

Spex, 01-02/2004

“An dieser Stimme wird sich die geneigte Hörerschaft scheiden. Vielleicht. In einen verdammt großen Haufen zufriedener, sich ständig positiv an irgendwen erinnert fühlende, und einen klitzekleinen Haufen skeptischer Menschen. Hoffentlich. Diese Stimme gehört zu Peter Melchers. Sie singt über die Musik einer Band, die – wie so oft bei Rockmusik mal wieder ihre Wurzeln in einer Hardcore-/Punk-/Emo-Vergangenheit verortet, sich längst ihre eigene Schublade geschaffen und aus dieser endgültig herausgehüpft ist, um das Wörtchen “Pop” mit Gitarren zu bearbeiten. So wie Pale vielleicht. So wie One Man And His Droid garantiert auch. Und irgendwo dazwischen LEBEN Soulmate aus dem Norddeutschen ihre Musik, als eine Mischung aus großer, breitbeiniger, strammsteif-stehender Stadionrock-Geste (“Shining Star”) und zerbrechlichem Kleinod (,Hannah’s Song"). Das Hin- und Hergerissen-Sein zwischen diesen Polen macht Soulmate aus. Die Stimme, oftmals an eine voller Opernstolz erinnernde Punkrockversion derer von Blackmails Aydo erinnernd, singt über Songs, die den etwas ungestümeren Wuchtschuhen der vergangenheit entwachsen ist. Zusammen mit dem ebenfalls, gereiften, ah, Songwriting und der Art und Weise, wie sich hier eine beständig gewachsene Band selbstbewusst präsentiert, ergibt das richtig runde Songs. Zehn an der Zahl. Was das Arrangement angeht, wählen die Songs zwar allzu oft den einfachen Weg, da ist alles wohltemperiert, da bricht nichts aus, tanzt selten einmal irgendwas aus der Reihe, aber die Art und Weise ist in sich so geschlossen und stimmig, dass das Berechenbare hier voll okay geht. Genug Plattitüdenalarm seitens des Autors, werft dies bitte nicht der Band vor, sondern mir. Wofür diese aber gerade stehen soll, ist das Artwork. Damit musst du erst mal klarkommen. Klar. Scheint das Cover noch einigermassen ironisch die-Zeigefinger-an-die- Backe-pack’-Nachdenkpose persiflieren zu wollen, raumt das Booklet richtig ab. Was da abgeht? Eine Reise durch die Tristesse eines Proberaums und wirklich unfassbar langweilig aussehender Wohnungseinrichtungen, verpackt in einen Steril-Stil, der zwischen nüchterner Fotokunst der jüngeren Stunde und peinlichem Berührtsein sitzt und sich nicht entscheiden kann, ob die nebenbei abgebildeten Menschen schlechte Einrichtungsgegenstände, Salzsäulen oder total geniale Langeweiler sind (sorry, hehe) Flop oder Top? Ironie oder Selbstmitleid? Irgendwie schief gelaufen, finde ich Pfeif(t) drauf. One Man And His Droid und Soulmate sind zwei verdammt gute, aktuelle Beispiele dafür, wie der Underground nach Jahren des Gutmenschentums den gottverfickten Mainstream nicht nur selbstverständlich dank Engagement und Idealismus lächerlich gemacht hat, nun wurden den vermeintlich Großen des Poprock-Business endgültig auch die Songs geklaut, die wir – zugegeben – alle heimlich doch ganz gut fanden."
(Uwe Viehmann)

Ox, 12/2003

“Elf Jahre sind für eine Band eine lange Zeit, und nach einer solch langen Zeit muß man einer Band eigentlich nicht mehr sagen, sie klinge wie die und die andere Band, oder auf Musikstile verweisen, die noch in den Kinderschuhen steckte, als Erstgenannte bereits auf den Bühnen der Nation unterwegs waren. Wer nach elf Jahren noch nicht weiß, wie man funktionierende Songs schreibt, der sollte sich nach anderen Verwendungsmöglichkeiten für seine Instrumente umschauen. SOULMATE haben das zum Glück nicht nötig. Man hört ihrer Musik die Reife an, und reif bedeutet hier nicht altbacken! Gitarrenpop ist einfach zeitlos schön, so er denn gut gemacht ist, genau so wie in diesem Fall. Gibt’s noch mehr zu sagen?”
(Christian Meiners)

Piranha, 02/2004

“Deutscher Indie-Pop-Rock-lrgendwas. Mal wieder. Meine Güte, wann begreift ihr es endlich, dass niemand so was haben will? Deutschland will Stars, Coldplays und Sportfreunde und REMs, keine Seelenverwandten. Doch genau das sind Soulmate eben: Seelenverwandte. Was sich spätestens beim dritten Durchlauf ihrer neuen Scheibe “Revolving” aufs Wundersamste offenbart. Was zunächst klang wie der tausendste Abklatsch britischer Langweiler-Heulsusen, entfaltet allmählich seine Schönheit. Und spätestens wenn man sich bei “Drawback” wieder ein bisschen an Michael Stipe erinnert fühlt kommen Soulmate der Erfüllung ihrer Mission immer naher. Sie wollen dir nicht den letzten Cent aus der Tasche ziehen oder dich zu hysterischer Unterwürfigkeit zwingen. Nein, Soulmate wollen deine Freunde sein. Sie wollen, dass du sie lieb hast. Und weil Winter ist und je Winter, desto traurig, und traurige Menschen höchst anlehnungsbedürftig sind. sollte ihnen das auch ganz gut gelingen. Ein wirklich wunderschönes Stück Musik."

Grow 02/2004

“Oh, schon wieder eines dieser Alben… Was meint er jetzt damit? Nun ja, wer die Reviews verfolgt, wird während der letzten paar Ausgaben meine wachsende Begeisterung für Releases von Bands wie The Ocean, The Cancer Conspiracy oder The Pietasters bemerkt haben, dieses Feuer, das diese Bands entfachen, obwohl sie im Grunde recht unterschiedlich klingen. Und dennoch gibt es einen roten Faden, etwas kaum Greifbares. Vielleicht einfach Leidenschaft? Gepaart mit der geglückten Ignoranz jedes vorgegebenen musikalischen Pfades? So ähnlich, und so auch Soulmate. Die waren mit Bands wie Jimmy Eat World, Ash oder Pale unterwegs. Und wer die kennt oder die o.g. Alben, hat schon einen guten Eindruck, wohin die musikalische Reise geht. Im Info stehts ja schon: “Das Leben ist zu kurz für langweilige Platten.” So siehts aus. Und es wäre ein wunderbares Leben, wenn aus Autoradios und offenen Fenstern Soulmate dröhnte anstatt Scooter oder DJ Ötzi… Ich mach jetzt laut und die Fenster auf!"
(Carsten)

Limited Skateboarding Magazine 02/2004

“Qualität aus deutschen Landen – nachdem sich im heimatlichen Gitarrenuniversum einige Sterne wie Pale, Slut oder Readymade einen festen Platz erobert haben, schicken sich Soulmate an Gleiches zu tun und liefern auf “Revolving” entspannten Gitarrenpop. Durch Touren im Vorprogramm von Jimmy Eat World, Ash oder den zuvor schon erwähnten Pale, konnten Soulmate reichlich Erfahrung sammeln. Also los, gebt dem Nachwuchs seine wohlverdiente Chance…"
(HC)

 

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